ZPMC feiert Kiellegungszeremonie für das zweite LDA-Versorgungsschiff

10.08.2026

SHANGHAI, 10. August 2026 /PRNewswire/ -- Shanghai Zhenhua Heavy Industries (ZPMC) hat die Kiellegungszeremonie für das zweite Service-Operationsschiff (SOV) abgehalten, das das Unternehmen für den französischen Offshore-Windparkbetreiber LD Armateurs (LDA) baut.

Das Schiff ist das zweite einer Serie von drei Schwesterschiffen, die ZPMC in Zusammenarbeit mit LDA baut. Das Schiff ist 90 Meter lang, 19,6 Meter breit und 7,3 Meter tief. Es ist für den Einsatz unter rauen Seebedingungen ausgelegt und erfüllt die Anforderungen für uneingeschränkte Fahrtrichtungen. Es bietet Platz für bis zu 96 Techniker und Hilfspersonal bei Einsätzen von mehr als 30 Tagen ohne Nachschub.

Das Schiff verfügt über einen dieselelektrischen Hybridantrieb mit Lithium-Batterien. Das System passt die Leistungsabgabe intelligent an die Betriebslasten an und senkt so sowohl den Kraftstoffverbrauch als auch die CO₂-Emissionen – ganz im Einklang mit den globalen Trends zur Dekarbonisierung im Bereich „ ". Die SOV ist mit einem dynamischen Positionierungssystem vom Typ DP2, einer teleskopierbaren, bewegungsausgleichenden Gangway und einem 3D-bewegungsausgleichenden Kran ausgestattet, wodurch der sichere Transfer von Personal und Ausrüstung auch unter schwierigen Seebedingungen gewährleistet ist. Die Unterkunft wurde nach den Standards für schwimmende Hotels konzipiert und bietet komfortable Wohn- und Arbeitsbereiche, die das Wohlbefinden der Besatzung während längerer Offshore-Einsätze fördern und gleichzeitig die allgemeine betriebliche Effizienz steigern.

Nach der Auslieferung wird das Schiff im Offshore-Windpark „Nordlicht" im deutschen Teil der Nordsee eingesetzt, wo es langfristige Betriebs- und Wartungsarbeiten, einschließlich des Austauschs von Ersatzteilen, durchführen und so den zuverlässigen Betrieb der europäischen Offshore-Windindustrie unterstützen wird.

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Nach Bauverzögerung: Bahn öffnet Kernkorridor Hamburg–Berlin mit Einschränkungen

15.06.2026

Nach gut zehn Monaten Bauzeit ist die stark befahrene Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin wieder vollständig in Betrieb – allerdings mit sechs Wochen Verspätung gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan. Am frühen Morgen fuhr der erste Fernzug um 5.36 Uhr mit leichter Verspätung vom Hamburger Hauptbahnhof in Richtung Hauptstadt ab, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Bereits seit Samstagabend nutzen Güterzüge den Korridor, seit Sonntag rollen auch wieder Fern- und Regionalzüge regulär über die sanierte Verbindung.

Für Tausende Pendlerinnen und Pendler entfällt damit der belastende Ersatzverkehr mit Bussen. Während der Generalsanierung war der Fernverkehr über Stendal und Uelzen umgeleitet worden, regionale Verbindungen zwischen Hamburg und Berlin fielen monatelang aus. Schon Mitte Mai hatte die Bahn einen ersten Teilabschnitt entlastet und die durchgehende Verbindung zwischen Hamburg und Schwerin wieder aufgenommen. Nun ist die gesamte Achse zurück im Netz – die Bahn warnt jedoch vor Anlaufschwierigkeiten und empfiehlt, Fahrzeiten vorab zu prüfen.

Die Wiederinbetriebnahme verläuft holprig. Am ersten Betriebstag sammelten sich auf der frisch sanierten Strecke Verspätungen von mindestens 15 Minuten, teils deutlich darüber. Fernzüge benötigten am Sonntag in der Regel mehr als zwei Stunden und 15 Minuten zwischen den Hauptbahnhöfen, obwohl die schnellsten ICE nach Abschluss der Arbeiten eigentlich in rund einer Stunde und 47 Minuten verkehren sollen. Hintergrund ist unter anderem, dass das für Tempo 230 ausgelegte LZB-Zugsicherungssystem auf Teilen der Trasse noch nicht abgenommen ist. Auf diesen Abschnitten gilt vorerst das PZB-System mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern.

Die Bauarbeiten auf der 2025 begonnenen Generalsanierung umfassten nach Bahnangaben die Erneuerung von 165 Kilometern Gleisen und die Instandsetzung weiterer 61 Kilometer. Zudem wurden 249 Weichen eingebaut und 28 Bahnhöfe modernisiert. Der ursprünglich bis Ende April angesetzte Abschluss verzögerte sich durch einen harten Winter und gefrorenen Boden, der den Zeitpuffer aufbrauchte. Mit der jetzt abgeschlossenen Kernsanierung ist die Verbindung zwischen den beiden größten deutschen Städten infrastrukturell deutlich erneuert, ihre geplante Höchstleistung im Fahrplanbetrieb dürfte aber erst erreicht werden, wenn die technischen Zugsicherungssysteme auf der gesamten Strecke vollumfänglich verfügbar sind.