CHONGQING, China, 1. September 2026 /PRNewswire/ -- „Western China's Melody" ist eine interkulturelle Musikdokumentation, die gemeinsam von der Western China International Communication Organization (WCICO) und dem dänischen Produzenten HEDEGAARD produziert wurde. Bei den Dreharbeiten in zehn Städten und bei zehn ethnischen Gruppen, darunter Han, Tujia, Tibeter, Yi, Mongolen, Yugur, Hui, Zhuang, Dong sowie Dai, führte das Produktionsteam auf der 7200 Kilometer langen Reise intensive Feldforschung durch und dokumentierte dabei gefährdete Musiktraditionen wie Adu High-Pitched Melody, den mongolischen Tobshur sowie Xizang Layi.
HEDEGAARD, der mit über 1,7 Milliarden Streams weltweit als „König der Car-Audio-Szene" bekannt ist, war zwei Monate lang von den heiligen, schneebedeckten Hochebenen von Qinghai-Xizang bis zu den tropischen Regenwäldern von Xishuangbanna unterwegs. „Ich wollte diese Klänge nicht ‚nutzen'", erklärte er. „Ich wollte zuhören, bis sie mir ihre Seele anvertrauten." Unter der Leitung von WCICO-Direktor Feng Xiaolou tauchte er in den Alltag ein und lernte von den Trägern dieser Traditionen auf Feldern sowie an Feuerstellen das Spiel auf alten Instrumenten und verschiedene Gesangstechniken, wobei er stets darauf achtete, die Authentizität und kulturelle Integrität jeder Tradition zu bewahren.
Diese Philosophie prägte die zehnteilige Serie und das dazugehörige Album „KINΔ", dessen Titel sowohl an „China" als auch an „kin" (Familie) anknüpft. Drei charakteristische Titel veranschaulichen diesen Ansatz: Drumroll interpretiert Tujia Luo'er Tunes neu als Hymne der Widerstandskraft. Monolith verwandelt das Layi-Liebeslied aus Xizang in eine universelle Meditation über dauerhafte Liebe. Dancing with My Destiny lässt die reinen Harmonien der Cloudward Dong Angels über atmosphärischen Synth-Pads schweben. Wie der Kunstkritiker Xue Jinwen feststellte, „ersetzt das Projekt kulturelle Ausbeutung durch einen Dialog auf Augenhöhe".
Das Projekt fand weitreichende Resonanz. Innerhalb weniger Wochen nach seiner weltweiten Veröffentlichung am 27. Juli verzeichnete der Dokumentarfilm über 25,8 Millionen Aufrufe außerhalb Chinas, wobei besonders erfolgreiche Clips in Europa und Südostasien große Aufmerksamkeit fanden und das dazugehörige Album Nischencharts für elektronische Musik anführte. Höhepunkt der Reise war zudem ein Live-Konzert am 26. Juli („Magnificent Land, Melody of Western China - Night of International Musical Story") im Guotai Art Center in Chongqing. HEDEGAARD trat gemeinsam mit Tianqin-Spielern, mongolischen Kehlsängern und Kindern der Dong auf. Traditionelle Instrumente und Stimmen trafen auf live produzierte elektronische Musik und schufen so ein fesselndes audiovisuelles Erlebnis, das die Botschaft des Films von der Leinwand in einen gemeinsam erlebten Raum übertrug.
Von Dorfhöfen bis hin zu internationalen Leinwänden und Bühnen zeigt Western China's Melody, dass kultureller Austausch nicht auf kultureller Ausbeutung, sondern auf gegenseitigem Respekt und unvoreingenommener Neugier beruht. Das Projekt bietet ein übertragbares Modell dafür, lokale Geschichten mit globaler Resonanz zu erzählen, und beweist damit, dass Traditionen ganz von selbst neue Zuhörer, neue Rhythmen sowie neues Leben finden, wenn sie in ihrer eigenen Ausdrucksform gehört werden.
Weitere Informationen finden Sie auf: https://www.ichongqing.info/
View original content to download multimedia:https://www.prnewswire.com/news-releases/western-chinas-melody-chinesische-volkstraditionen-treffen-auf-hedegaards-moderne-electronica-302866018.html
Mit einem Gottesdienst und einer Abschlusspressekonferenz endet an diesem Donnerstag in Fulda die Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Unter der Leitung ihres neuen Vorsitzenden, des Münsteraner Bischofs Heiner Wilmer, haben die katholischen Bischöfe seit Montag eine Vielzahl gesellschafts- und kirchenpolitischer Themen beraten. Auf der Agenda standen Fragen der demokratischen Kultur in Deutschland, die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs, ethische Konfliktfelder wie Leihmutterschaft sowie der Umgang mit neuer Technologie wie Künstlicher Intelligenz. Hinzu kamen innerkirchliche Schwerpunkte wie die Entwicklung der Erwachsenentaufen, die Mitwirkung von Laien und der Einsatz in sozialen Medien.
Deutlich positionierten sich die Bischöfe zum politischen Klima im Land. Wilmer warnte mit Blick auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD in Sachsen-Anhalt vor einem „Paradigmenwechsel“. Die Partei stelle die Grundwerte des gesellschaftlichen Zusammenlebens infrage und wolle „ein anderes Deutschland“, sagte der Vorsitzende zum Abschluss der Beratungen. Besonders kritisch sehen die Bischöfe, dass einige Positionen der AfD aus ihrer Sicht mit dem christlichen Glauben und dem zugrunde liegenden Gottes- und Menschenbild nicht vereinbar seien.
Der DBK-Vorsitzende stellte sich demonstrativ hinter den Magdeburger Bischof Gerhard Feige und das Bistum Magdeburg, vor allem mit Blick auf Spekulationen über mögliche Folgen einer AfD-geführten Landesregierung. Diskutiert wird in diesem Zusammenhang, ob etwa der Einzug der Kirchensteuer zur Disposition stehen könnte. Die Kirche müsse „mit allem rechnen“ und stelle sich so auf, „dass wenn große Erschütterungen kommen sollten, wir gewappnet sind“, betonte Wilmer. Es dürfe nicht sein, dass ein Bistum durch politische Weichenstellungen im Nachteil sei.
Die Bischöfe sehen sich zugleich mit einem Stimmungsumschwung in Teilen ihrer eigenen Basis konfrontiert. Nach Aussage Wilm ers ist es „erschreckend“, wenn rund 30 Prozent der Katholikinnen und Katholiken in Ostdeutschland die AfD wählen, die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestuft ist. Als Antwort auf wachsenden Antisemitismus und gesellschaftliche Polarisierung verweist die Bischofskonferenz auf die jüdisch-christliche Tradition, auf Menschenwürde und Solidarität. Auftrag der Kirche sei es, mit den Menschen zu reden, ihnen zuzuhören und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Neben der politischen Lage blieb die Kirche bei der Vollversammlung auch mit eigenen Reform- und Krisenthemen befasst. Die Bischöfe berieten über weitere Schritte bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch und diskutierten, wie Laien stärker an Entscheidungsprozessen beteiligt werden können. Zudem rückten neue Handlungsfelder in den Blick: Die wachsende Bedeutung von Social Media und der Einsatz Künstlicher Intelligenz in Pastoral und Verwaltung werfen für die Kirche Fragen nach Verantwortung, Transparenz und ethischen Leitplanken auf. Die Beschlüsse und Leitlinien der Konferenz sollen in den kommenden Monaten in den Diözesen konkretisiert werden.