ASTANA, Kasachstan, 7. September 2026 /PRNewswire/ -- China Petroleum & Chemical Corporation (HKG: 0386, „Sinopec") hat sich gemeinsam mit der Internationalen Organisation für Zusammenarbeit bei technologischen Innovationen im Bereich CCUS, dem Energieministerium der Republik Kasachstan und dem Institut für neue Materialien und Energietechnologien der Nazarbayev University an der Lancierung der Initiative zur Zusammenarbeit bei der Entwicklung kohlenstoffarmer Energien beteiligt. Die Initiative wurde im Rahmen der Internationalen CCUS-Technologiekonferenz 2026 bekannt gegeben, die am 1. und 2. September in Astana stattfand, und sieht eine engere Zusammenarbeit bei CCUS-Technologien und -Standards sowie einen intensiveren Austausch zwischen CCUS-Fachleuten vor.
An der Eröffnungsveranstaltung nahmen Vertreter von Regierungen, der Industrie und internationaler Organisationen aus China, Kasachstan, dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten und Kanada teil. Die Konferenz brachte mehr als 230 Teilnehmer aus Dutzenden von Ländern und Regionen zusammen, um über die Abscheidung von Kohlendioxid, die geologische Speicherung, die CO₂-Mineralisierung und den Aufbau von CCUS-Drehkreuzen zu diskutieren. Die Teilnehmer befassten sich zudem mit den Geschäftsmodellen, politischen Rahmenbedingungen und internationalen Partnerschaften, die für einen breiteren Einsatz erforderlich sind.
Tian Hongbin, Vice President der Sinopec Group, erklärte, der weltweite Klimaschutz sei in eine entscheidende Phase eingetreten, wobei CCUS zu einer Schlüsseltechnologie geworden sei. Sinopec habe an der Gründung der ICTO mitgewirkt und werde deren Entwicklung als globales Netzwerk führender Experten weiterhin unterstützen sowie die internationale Zusammenarbeit im gesamten CCUS-Sektor vertiefen, fügte er hinzu.
Sinopec hat Chinas erste 100 Kilometer lange CO₂-Pipeline in dichter Phase gebaut und das landesweit erste integrierte CCUS-Demonstrationsprojekt mit einer Jahreskapazität von einer Million Tonnen in Betrieb genommen. Zudem führt das Unternehmen gemeinsam mit Shell, BASF und China Baowu eine Studie zum ersten frei zugänglichen CCUS-Cluster Chinas im Maßstab von 10 Millionen Tonnen durch und bereitet gleichzeitig ein Demonstrationsprojekt mit einer Kapazität von 1 Million Tonnen am Shengli-Ölfeld vor, dessen Schwerpunkt auf CO₂-Quellen mit geringerer Konzentration liegt. Zusammen decken diese Projekte die CO₂-Abscheidung aus Quellen mit unterschiedlichen Konzentrationen, die verbesserte Ölgewinnung sowie die Speicherung ab.
Das im Juli 2025 gegründete ICTO zählt 60 Gründungsmitglieder, darunter Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Experten aus mehr als 20 Ländern und Regionen. Sinopec wird weiterhin mit der ICTO und ihren Mitgliedern zusammenarbeiten, um ingenieurtechnische Erfahrung mit internationaler Forschung zu verbinden und die Entwicklung sowie Anwendung von CCUS-Technologien zu unterstützen.
Informationen zu SINOPEC
China Petroleum & Chemical Corporation (HKG: 0386, „Sinopec") ist eines der größten integrierten Energie- und Chemieunternehmen Chinas. Seine Geschäftsfelder umfassen die Exploration und Förderung von Öl und Gas, Raffinerie, Petrochemie, Vermarktung und Vertrieb von Kraftstoffen sowie Forschung und Entwicklung. Sinopec treibt zudem kohlenstoffarme Energietechnologien und -lösungen voran. Weitere Informationen zu Sinopec finden Sie unter www.sinopec.com/listco/en.
View original content to download multimedia:https://www.prnewswire.com/news-releases/sinopec-und-internationale-partner-starten-initiative-zur-forderung-der-weltweiten-ccus-zusammenarbeit-302871047.html
Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.
Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.
Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.
Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.
In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.