Niutech startet ein Expansionsprojekt zur Reifenpyrolyse mit einer Kapazität von 100.000 Tonnen pro Jahr und setzt damit einen neuen Maßstab für die umfassende Nutzung von Reifenressourcen mit der Technologie der nächsten Generation

08.04.2026

JINAN, China, 8. April 2026 /PRNewswire/ -- Niutech Environment Technology Corporation (Niutech), ein weltweit anerkannter Marktführer im Bereich der kontinuierlichen Pyrolyse, gab am 24. März bekannt, dass seine Tochtergesellschaft im Mehrheitsbesitz, Shandong Hesheng Environment Technology Co, Ltd. (Hesheng), offiziell den ersten Spatenstich für ein Erweiterungsprojekt zur Reifenpyrolyse mit einer Kapazität von 100.000 Tonnen pro Jahr (TPY) gesetzt hat. Damit erhöht Hesheng seine jährliche Gesamtverarbeitungskapazität von 60.000 TPY auf 160.000 TPY und wird zu einem weltweit führenden Unternehmen, das die weltweit größte Sammlung, Verarbeitung und umfassende Nutzung von Reifenressourcen durch Pyrolyse betreibt.

Bei dieser Projekterweiterung werden Niutechs industrielle, intelligente kontinuierliche Pyrolyseanlagen der nächsten Generation mit hoher Kapazität eingesetzt, die herkömmliche Systeme in Bezug auf Durchsatz, Betriebszeit und Automatisierung übertreffen sollen. Diese Nachrüstungen werden die Betriebskosten der Anlage senken und die Wirtschaftlichkeit des Projekts erhöhen, wodurch der groß angelegte, nachhaltige kommerzielle Betrieb von Reifenpyrolyseprojekten stärker unterstützt wird. Die Frage, wie ein groß angelegter, kontinuierlicher und stabiler kommerzieller Betrieb von Pyrolyseprojekten erreicht werden kann, ist seit langem ein zentrales Anliegen der weltweiten Industrie. Dieses Projekt spiegelt nicht nur die technischen Fortschritte von Niutech in der Forschung, Entwicklung und Herstellung im Bereich High-End-Pyrolyse wider, sondern demonstriert auch die Fähigkeit des Unternehmens, die kontinuierliche Pyrolyse einer breiteren industriellen Anwendung zuzuführen.

Niutech - Global Demonstration Solid Waste Resource Recovery Pyrolysis Project Site

Was den Produktaspekt betrifft, so setzt Hesheng die technischen F&E-Fähigkeiten von Niutech ein, um die Stabilität und Qualität seiner Pyrolyseprodukte zu verbessern. Gegenwärtig hat das Reifenpyrolyseöl von Hesheng internationale Zertifizierungen erhalten, die es ihm ermöglichen, sich auf den globalen Märkten zu behaupten. In der Zwischenzeit wird Pyrolyse-Ruß durch technologische Innovationen kontinuierlich in Richtung Standardisierung und hochwertige Anwendungen weiterentwickelt, um die Anforderungen der Kunden an Produktkonsistenz, Stabilität und Anwendungsleistung besser zu erfüllen.

Da die globale Kreislaufwirtschaft immer schneller voranschreitet, steigt die Nachfrage nach hochwertigem Pyrolyseöl und Pyrolyseruß von internationalen Reifenherstellern, Chemieunternehmen und verwandten Materialkunden stetig an. Nach Abschluss der Kapazitätserweiterung wird Hesheng über stärkere Kapazitäten für eine groß angelegte und stabile Versorgung verfügen und die Nachfrage des nachgelagerten Marktes nach zuverlässigen, hochwertigen Recyclingmaterialien in großen Mengen besser befriedigen können.

Niutech erklärte außerdem, dass das Unternehmen auch in Zukunft seine technologischen Innovationen und seine Kapitalstärke als börsennotiertes Unternehmen nutzen wird, um die iterative Verbesserung und großtechnische Anwendung von Pyrolysetechnologie und -anlagen voranzutreiben und so zur Ressourcenrückgewinnung und zum Recycling von Altreifen weltweit sowie zu einer grünen und kohlenstoffarmen Entwicklung beizutragen.

Website: www.niutechpyrolysis.com

E-Mail: contact@niutech.com

Youtube: @niutechpyrolysis

Foto - https://mma.prnewswire.com/media/2950965/image1.jpg

Cision View original content:https://www.prnewswire.com/news-releases/niutech-startet-ein-expansionsprojekt-zur-reifenpyrolyse-mit-einer-kapazitat-von-100-000-tonnen-pro-jahr-und-setzt-damit-einen-neuen-maWstab-fur-die-umfassende-nutzung-von-reifenressourcen-mit-der-technologie-der-nachsten-generati-302736368.html

Tubulis-Übernahme bringt Gilead Zugriff auf neuartige Krebsmedikamente

09.04.2026

Gilead Sciences setzt seinen Übernahme-Kurs in der Onkologie mit einem Milliardenkauf in Deutschland fort. Der US-Pharmakonzern übernimmt das Münchner Biotechunternehmen Tubulis für bis zu fünf Milliarden US‑Dollar. Vereinbart ist eine sofortige Barzahlung von 3,15 Milliarden Dollar, ergänzt um erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen von bis zu weiteren 1,85 Milliarden Dollar. Mit dem Deal sichert sich Gilead den Zugang zu einer Technologie, die als eine der vielversprechendsten Entwicklungen in der modernen Krebstherapie gilt.

Tubulis spezialisiert sich auf sogenannte Antikörper‑Wirkstoff‑Konjugate (Antibody Drug Conjugates, ADCs). Diese Wirkstoffklasse wird in der Branche als eine Art „zielsuchende Rakete“ beschrieben: Antikörper transportieren hochwirksame Chemotherapien direkt in Krebszellen, während gesundes Gewebe möglichst geschont wird. Ziel ist es, Nebenwirkungen klassischer Chemotherapien zu reduzieren und gleichzeitig die Wirksamkeit zu erhöhen. Tubulis arbeitet in diesem Feld bereits mit Gilead zusammen; die firmeneigenen Projekte, darunter das Flaggschiff TUB‑040 sowie TUB‑030, befinden sich in der klinischen Entwicklung, ein Markteintritt steht jedoch noch aus.

Für Gilead ist der Zukauf strategisch eingebettet in eine Serie größerer Akquisitionen, mit denen der Konzern seine Onkologie-Sparte ausbaut und auf drohende Umsatzrückgänge reagiert. Das Unternehmen ist vor allem für seine HIV‑ und Hepatitis‑Therapien bekannt, sieht sich aber mit sinkenden Erlösen aus dem COVID‑19‑Arzneimittel Veklury und bevorstehenden Patentabläufen konfrontiert. Im Februar hatte Gilead bereits den Partner Arcellx für bis zu 7,8 Milliarden Dollar übernommen, im März folgte der Kauf der privat geführten Biotechfirma Ouro Medicines für mehr als zwei Milliarden Dollar. Die Übernahme von Tubulis fügt sich damit in eine Reihe großvolumiger Transaktionen im ADC‑Segment ein, zu denen auch Deals wie Pfizer/Seagen, Gilead/Immunomedics oder AbbVie/Immunogen zählen.

Vom Einstieg Gileads profitiert auch der Hamburger Wirkstoffforscher Evotec. Das Unternehmen hält 3,14 Prozent an Tubulis und rechnet nach eigenen Angaben mit Voraberlösen von rund 100 Millionen Dollar aus dem Verkauf seiner Beteiligung. Zusätzlich könnten Meilensteinzahlungen von bis zu 58 Millionen Dollar hinzukommen. Evotec-Chef Christian Wojczewski bezeichnete die Transaktion als wichtigen Meilenstein für Tubulis und verwies auf das „große Potenzial“ von Antikörper‑Wirkstoff‑Konjugaten für künftig möglicherweise überlegene Krebstherapien. Der Abschluss der Übernahme wird für das zweite Quartal 2026 erwartet und gilt in der deutschen Biotech-Szene bereits jetzt als Signal für die internationale Wettbewerbsfähigkeit heimischer Forschung.