Markel announces collaboration with Midwest General Insurance Agency to expand small business workers compensation offering in California

04.09.2026

RICHMOND, Va., Sept. 4, 2026 /PRNewswire/ -- Markel, the insurance operations within Markel Group Inc. (NYSE: MKL), announced today a strategic collaboration with Midwest General Insurance Agency, LLC ("Midwest"), a subsidiary of Acrisure, to expand its workers compensation insurance offerings in California. Midwest is a full-service general insurance agency specializing in the small workers compensation sector and offers online quoting that is fast, simple, and easy for its trusted agency partners.

(PRNewsfoto/Markel)

This initiative follows Markel's disciplined approach to growth in the workers compensation space. Markel identified Midwest as a strong fit, recognizing its deep experience in the California workers compensation insurance market, with more than 20 years of experience operating in a managing general agency (MGA) structure.

"Midwest's data-driven approach to account selection aligns perfectly with Markel and our commitment to growing the book profitably," said Mike Muma, Managing Director, Workers Compensation and Small Commercial Product at Markel. "We have long been impressed not only by how they have managed long-term successful carrier relationships but also by their fundamental understanding of the California workers compensation insurance market. This collaboration represents a carefully considered step to expand our reach in California."

As a full-service MGA, Midwest has established turnkey capabilities across marketing, underwriting, policy issuance, claims, and loss control.

"We have long admired Markel in the California workers compensation market and are excited to collaborate," said Max Carney, CEO and Founder, Midwest. "Between their deep knowledge of the California marketplace and our shared vision for risk selection and client service, we anticipate a strong and successful collaboration."

Markel has long recognized the critical role that America's small businesses play in supporting the nation's economy. This collaboration underscores Markel's respect for these businesses, their employees, and their families by reflecting a shared commitment to the communities where they operate.

About Markel

We are Markel, a leading global specialty insurer with a truly people-first approach. As the insurance operations within the Markel Group Inc. (NYSE: MKL), we leverage a broad array of capabilities and expertise to create intelligent solutions for the most complex specialty insurance needs. However, it is our people—and the deep, valued relationships they develop with colleagues, brokers and clients—that differentiates us worldwide. 

About Midwest General Insurance Agency, LLC

Midwest General Insurance Agency, LLC ("Midwest"), also known as Illinois Midwest Insurance Agency, LLC (IMIA), operates as a full-service general insurance agency and has utilized and sustained quality carrier partnerships since 2005. IMIA delivers outstanding performance and believes in service beyond expectation. We succeed through a constant desire to anticipate and fulfill evolving Agency Partner and Policyholder needs. The honesty, intelligence, and commitment of our people are vital to our mission. We take great pride in the company and respect everyone's contribution at every level. Exemplary Agency Partner relationships drive our growth and prosperity. Learn more at www.midins.com.

 

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AfD-Ausschussvorsitze im Fokus: CDU in der Zwickmühle zwischen Abgrenzung und Einbindung

08.10.2026

Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.

Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.

Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.

Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.

In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.