Fraikin gibt eine Exklusivvereinbarung mit Asterion Industrial Partners bekannt, um die nächste Wachstumsphase des Unternehmens zu unterstützen

13.10.2026

PARIS, 13. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Die Geschäftsführung von Fraikin, einem führenden paneuropäischen Anbieter von Leasing- und Flottenlösungen für Nutzfahrzeuge, gab heute bekannt, dass verbundene Unternehmen ihrer Hauptmehrheitsgesellschafter – Benefit Street Partners, Värde Partners und Canyon Partners – eine Exklusivvereinbarung mit Asterion Industrial Partners („Asterion"), einer unabhängigen Investmentgesellschaft mit Schwerpunkt auf mittelständischen Infrastrukturunternehmen in Europa, bezüglich der geplanten Übernahme von Fraikin geschlossen haben.

Die Transaktion folgt auf eine mehrjährige Umstrukturierung von Fraikin, das heute einen Umsatz von rund 1 Milliarde Euro erzielt und eine Flotte mit einem Bruttobuchwert von ca. 3 Milliarden Euro betreibt, wobei sich die finanzielle Leistungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit des Unternehmens auf allen europäischen Märkten deutlich verbessert haben.

Unter der Eigentümerschaft von Asterion wird Fraikin drei Schwerpunkte verfolgen: weitere Investitionen in seine Flotte und seine europäische Betriebsplattform, die Umstellung seiner Kunden auf eine kohlenstoffärmere Mobilität sowie die Digitalisierung seines Flottenmanagementangebots.

Yves Pétin, President und Chief Executive Officer der Fraikin Group, erklärte:

„Unser Ziel ist es, Fraikin als führende europäische Infrastrukturplattform für das Flottenmanagement von Nutzfahrzeugen zu etablieren. Wir werden weiterhin in unsere Flotte, unsere Mitarbeiter und unsere digitalen Kompetenzen investieren und gleichzeitig den Übergang zu einer kohlenstoffärmeren Mobilität beschleunigen sowie nachhaltige Wachstumschancen verfolgen."

„Wir danken Benefit Street Partners, Värde Partners und Canyon Partners sowie unseren übrigen Gesellschaftern für ihre anhaltende Unterstützung und ihr Engagement und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Asterion."

Bice Di Gregorio, Partnerin bei Asterion Industrial Partners, sagte:

„Fraikin stellt in ganz Europa die unverzichtbare Infrastruktur für die gewerbliche Mobilität bereit. Die Unternehmensgröße, das integrierte Dienstleistungsmodell und die langjährigen Kundenbeziehungen bilden eine solide Grundlage für weiteres Wachstum. Wir sehen eine bedeutende Chance, die Umstellung der Flotte auf emissionsärmere Fahrzeuge zu unterstützen – ganz im Sinne des Engagements von Asterion für die Energiewende – und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem Managementteam von Fraikin."

Sergio Val, Operating Partner bei Asterion Industrial Partners, sagte:

„Fraikin ist seit mehr als 80 Jahren im französischen Nutzfahrzeugsektor tätig und stellt eine wichtige Investition für unser französisches Franchise dar. Durch die Kombination unseres industriellen Ansatzes und unserer lokalen Teams mit der operativen Expertise von Fraikin werden wir Investitionen in dessen Flotte, Wartungsnetzwerk und digitale Kompetenzen unterstützen, den Kundenservice stärken und ein diszipliniertes Wachstum in allen Märkten vorantreiben."

Der geplante Abschluss der Transaktion wird voraussichtlich im ersten Quartal 2027 erfolgen, vorbehaltlich des Abschlusses der entsprechenden Informations- und Anhörungsverfahren für die Mitarbeiter sowie der Erteilung der erforderlichen behördlichen Genehmigungen. BofA Securities und Lazard fungierten im Zusammenhang mit der Transaktion als Finanzberater der Mehrheitsaktionäre und der Unternehmensleitung, während Latham & Watkins als deren Rechtsberater tätig war.

Information zur Fraikin Group

Fraikin ist ein führender europäischer Anbieter von Full-Service-Operating-Leasing für Nutzfahrzeuge und verwaltet mehr als 50.000 Fahrzeuge in zehn europäischen Ländern. Die Group bietet Kunden in systemrelevanten Branchen wie dem Gesundheitswesen, der Lebensmittelverteilung, der Versorgungswirtschaft, der Abfallwirtschaft, der Logistik und dem öffentlichen Dienst Vertragsvermietung, Flottenmanagement und flexible Mietlösungen an und trägt damit zu einer besseren Lebensqualität in den Städten bei. www.fraikin.com

Information zu Asterion Industrial Partners

Asterion Industrial Partners ist eine unabhängige Investment-Management-Gesellschaft, die sich auf europäische Infrastrukturprojekte im Mittelstand konzentriert. Das 2018 gegründete Unternehmen verwaltet ein Vermögen von 10 Milliarden US-Dollar und investiert in systemrelevante Infrastruktur in den Bereichen Energie, Digitalisierung, Versorgungswirtschaft und Mobilität. Dabei verfolgt es einen praxisorientierten, branchenbezogenen Ansatz, bei dem langfristige Wertschöpfung und Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen. Der Asterion Industrial Infra Fund III, der im September 2025 geschlossen wurde, erreichte ein Gesamtkapital von 3,4 Milliarden Euro. Weitere Informationen finden Sie unter www.asterionindustrial.com

PR-Kontakt: 

Kable Communications

Tygénia El-Khattabi

tygenia.elkhattabi@kable-communication.com

Fraikin Group Logo

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Antisemitismus-Debatte nach ZDF-Sendung: Anwalt spricht von „Falschbehauptung des Innenministers“

08.10.2026

Die Berliner Linken-Politikerin Elif Eralp geht juristisch gegen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) vor. Eralp und ihr Berliner Landesverband haben nach Angaben ihres Rechtsbeistands Strafanzeige beziehungsweise Strafantrag gegen den Minister gestellt. Hintergrund ist eine Passage in der ZDF-Talkshow „Maybrit Illner“, in der sich die Moderatorin versprochen und Eralp in einem Satz fälschlich als Antisemitin bezeichnet hatte, bevor sie sich sofort korrigierte. Dobrindt kommentierte diese Szene mit den Worten „Na doch“.

Aus Sicht des von Eralp mandatierten Anwalts Jasper Prigge macht sich der Minister damit den Versprecher der Moderatorin zu eigen. In einem Schriftsatz, der mehreren Medien vorliegt, heißt es, Dobrindt stelle durch seine Einlassung eine Tatsachenbehauptung auf, die den Tatbestand der üblen Nachrede erfülle. Zudem liege eine Beleidigung vor, weil die Bezeichnung als Antisemitin „in erheblichem Maße ehrabträglich“ sei. Eralp habe sich nach Darstellung ihres Anwalts selbst nie in einer Weise geäußert, die als antisemitisch zu bezeichnen wäre, vielmehr trete sie öffentlich für den Schutz jüdischen Lebens ein.

Der Anwalt spricht von einer „Falschbehauptung des Innenministers“. Die Äußerung im Fernsehen sei geeignet, das öffentliche Wirken der Berliner Spitzenpolitikerin erheblich zu erschweren. In dem Schriftsatz wird darauf verwiesen, dass die Verbreitung des Eindrucks, Eralp würde selbst sagen, sie sei Antisemitin, ihre Integrität als politische Amtsträgerin infrage stellen und damit auch Auswirkungen auf politische Prozesse in Berlin haben könne. Eralp ist Spitzenkandidatin der Linken für das Rote Rathaus.

Die Auseinandersetzung hatte sich in der ZDF-Sendung an einem Schlagabtausch zwischen Dobrindt und der Linken-Bundestagsfraktionschefin Heidi Reichinnek entzündet. Während der Debatte unterlief Moderatorin Maybrit Illner der Versprecher, sie korrigierte sich jedoch unmittelbar mit dem Hinweis, Eralp sei „keine Antisemitin“. Dobrindts anschließender Kommentar bildet nun den Kern des juristischen Streits. Zu möglichen weiteren Schritten der Strafverfolgungsbehörden und einer Reaktion des Bundesinnenministers lagen zunächst keine näheren Angaben vor.