BANGKOK, 16. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Auf dem Asia-Pacific Broadband Development Summit (BDS) hat die World Broadband Association (WBBA) offiziell AI-Net vorgestellt – eine weltweit maßgebliche Zertifizierung für die Datenkommunikation, die sich an Länder und Netzbetreiber rund um den Globus richtet. Als Meilenstein der digitalen Infrastruktur bietet die Zertifizierung eine strategische Leitlinie für globale Netzwerke beim Übergang von konnektivitätsorientierten Architekturen zu intelligenzgesteuerten Netzwerken. Damit wird die globale Infrastruktur vom „All-Cloud"-Zeitalter in das „All-Intelligence"-Zeitalter geführt und gleichzeitig die branchenweite Generationsentwicklung sowie die intelligente Transformation beschleunigt.
Derzeit verändert die KI die Weltwirtschaft grundlegend und stellt höhere Anforderungen an die Tragfähigkeit, Skalierbarkeit und Intelligenz der zugrunde liegenden Infrastruktur. Während die Branchen auf Net5.5G umstellen, spiegeln traditionelle Kennzahlen wie Bandbreite und Netzabdeckung die nationale Wettbewerbsfähigkeit im Zeitalter der Intelligenz nicht mehr wider. Daher hat die WBBA die AI-Net-Zertifizierung eingeführt, die sich auf drei neue Säulen konzentriert: nationale politische Leitlinien, kollaborative Branchenökosysteme und die Net5.5G-Verbreitungsrate. Dieses in hohem Maße quantifizierbare Bewertungssystem zielt darauf ab, den weltweiten Ausbau von Net5.5G zu beschleunigen, indem es politische Leitlinien auf höchster Ebene mit den Branchenökosystemen in Einklang bringt, um den technologischen Reifegrad systematisch zu bewerten.
Anlässlich der Einführung erläuterte die WBBA die bidirektionale Wirkung der AI-Net-Zertifizierung und hob dabei deren zwei Kernwerte hervor:
Erstens etabliert „Network for AI" Netzwerke als grundlegendes Fundament für intelligentes Computing und nicht nur als reine Übertragungskanäle. Durch die Bereitstellung deterministischer Leistung – gekennzeichnet durch hohen Durchsatz, null Paketverlust und extrem niedrige Latenz – entfaltet die moderne Netzwerkinfrastruktur das Potenzial der Intelligenz voll und ganz. Dies gewährleistet eine nahtlose, tiefgreifende Koordination zwischen Rechenleistung und Netzwerkplanung, bietet garantierte Erlebnisqualität bei elastischen Anforderungen und optimiert die Dateneffizienz für das Training und die Inferenz groß angelegter KI-Modelle.
Zweitens bringt „KI für das Netzwerk" native Intelligenz direkt in Geräte und Verwaltungsplattformen ein. Durch die tiefgreifende Integration von KI-Fähigkeiten wandeln sich Netzwerke von passiven Routing-Systemen zu aktiven kognitiven Systemen mit endogener Intelligenz, Selbstheilung und kontinuierlicher Selbstoptimierung. Dieser strukturelle Wandel treibt die Infrastruktur in Richtung eines hochautomatisierten „agentenbasierten" Betriebs und Wartungsmanagements sowie AN L4 voran, wodurch die betriebliche Komplexität drastisch reduziert und der Wartungsaufwand für globale Betreiber gemindert wird.
Die AI-Net-Bewertung umfasst sowohl makroökonomische als auch mikroökonomische Dimensionen. Auf makroökonomischer Ebene bewertet die Zertifizierung die Ausrichtung der nationalen Politik und die Bemühungen zum Aufbau der Branche. Zu den Schlüsselkriterien zählen politische Rahmenbedingungen auf höchster Ebene, die Net5.5G, IPv6 und intelligente Netzwerke verankern, sowie aktive Beiträge zu globalen Standards und zur Zusammenarbeit im Ökosystem. Auf mikroökonomischer Ebene bewertet die Zertifizierung Netzbetreiber anhand des von der WBBA auf dem MWC vorgestellten IP Network Development Index (IPDI), der die Intelligenz von Live-Netzwerken und die Ausbaudichte von Advanced IP/Net5.5G präzise misst, um Pioniere im Bereich Net5.5G zu identifizieren.
Über Weitverkehrsnetze hinaus erstreckt sich der Geltungsbereich der Zertifizierung auf durchgängige digitale Grundlagen und integriert hochgradig vernetzte Rechenzentrumsnetzwerke sowie umfassende endogene Sicherheitssysteme in ihre Kernkriterien. Diese multidimensionale Ausrichtung unterstreicht nicht nur die strategische Weitsicht eines Landes, sondern bestätigt auch die szenarioübergreifenden, hochsicheren Netzwerkfähigkeiten, die von führenden Betreibern in spezialisierten Sektoren wie automatisierter Logistik, Smart Retail und Smart Cities bereitgestellt werden.
„Als vertrauenswürdiger, branchenweit anerkannter Maßstab verwandelt AI-Net die ‚Four Forces' in messbare Fortschritte auf dem Weg zu ‚Network 2030'." In Zukunft wird die WBBA diese Zertifizierung nutzen, um einen globalen Konsens unter politischen Entscheidungsträgern, Normungsorganisationen und führenden Betreibern zu schaffen. Durch die Beschleunigung einheitlicher Standards und die Überwindung der digitalen Kluft wird die Initiative eine „KI-fähige" Netzwerkgrundlage schaffen, um die Branchen in Richtung der intelligenten Zukunft von 2030 voranzutreiben.
Informationen zur World Broadband Association:
Die World Broadband Association (WBBA) ist eine offene, multilaterale Organisation und Plattform, die Akteure der Cloud- und Breitbandbranche zusammenbringt, um die gemeinsamen Ziele der Maximierung des sozialen und wirtschaftlichen Nutzens von digitalem Ultrabreitband für alle weltweit anzugehen und voranzutreiben. Die WBBA setzt sich für die Vorteile ein, die Breitband weltweit für Unternehmen, Verbraucher und Bürger durch konvergierte Netzwerk- und Cloud-Infrastrukturen bieten kann.

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Im Land Bremen beginnt nach den Sommerferien ein Pilotprojekt, das den Arbeitsalltag von Lehrkräften grundlegend verändern könnte. An neun ausgewählten Schulen erfassen die Lehrerinnen und Lehrer künftig ihre gesamte Arbeitszeit digital – weit über die bisher dokumentierten Unterrichtsstunden hinaus. Bildungsenator Mark Rackles (SPD) spricht von einem Schritt, der Schule "perspektivisch" verändern werde. Erste Auswertungen des Testlaufs werden für Ende 2027 oder Anfang 2028 erwartet.
Hintergrund ist die gewachsene Bandbreite an Aufgaben, die im bisherigen System kaum abgebildet wird. Neben Unterricht kommen Elternarbeit, Team- und Gremienarbeit, Konferenzen, Schulentwicklungsprojekte sowie Fahrten hinzu. Lehrkräfte berichten zudem von regelmäßigem Arbeiten am Abend oder am Wochenende, etwa für Vorbereitung, Korrekturen oder digitale Kommunikation mit Eltern und Schülerinnen und Schülern. Nach Ansicht des Senats soll diese Belastung künftig sichtbar und systematisch erfasst werden.
Technisch setzt Bremen auf ein digitales Tool, auf das Lehrkräfte per Smartphone oder Rechner zugreifen können. Sie tragen Datum, Uhrzeit und Art der Tätigkeit ein – zur Auswahl stehen Kategorien wie "Unterricht", "Coaching" oder "Austausch"; auch Abwesenheiten durch Krankheit oder Urlaub werden eingepflegt. Das Projekt ist auf ein gesamtes Schuljahr angelegt. In einer Einführungsphase lernen Lehrkräfte die Anwendung kennen, anschließend analysieren Projektgruppen erste Ergebnisse und suchen insbesondere mit stark belasteten Lehrkräften das Gespräch, um gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.
Politisch und arbeitsrechtlich geht es um mehr als ein Softwareprojekt. Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts von 2022 müssen alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – und damit auch Lehrkräfte – ihre Arbeitszeit erfassen. Der Bremer Testlauf soll daher grundsätzliche Fragen klären: In welchem Umfang ist Wochenendarbeit zulässig? Wie wird eine Klassenfahrt bewertet? Wie lassen sich Teilzeitmodelle, Datenschutz und Gestaltungsspielräume bei der Arbeitszeit unter einen Hut bringen? Rackles betont, das Vorhaben sei nicht nur für Bremen gedacht, sondern solle Erkenntnisse für alle Bundesländer liefern.