Chinesische Forscher entwickeln ein schnelles und präzises Verfahren zur Synthese von Katalysatoren der Platingruppe

12.07.2026

TIANJIN, China, 12. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Am 10. Juli 2026 veröffentlichte ein Forschungsteam des „ " der Universität Tianjin neue Erkenntnisse in der Fachzeitschrift „Science" und stellte dabei eine thermische Impulstechnologie im Millisekundenbereich vor, die die ultraschnelle Synthese und präzise Steuerung von Katalysatoren der Platingruppe ermöglicht.

Die Arbeit mit dem Titel „Transient assembly of precision-tuned platinum-skin intermetallic catalysts for fuel cells" schlägt eine Strategie der „transienten Assemblierung" zur Herstellung von Kern-Schale-Katalysatoren aus Platingruppenmetallen vor und eröffnet damit einen neuen Weg zur Verbesserung der Leistung von Wasserstoff-Brennstoffzellen und zur Weiterentwicklung umweltfreundlicher Energietechnologien.

Katalysatoren der Platingruppe spielen in der modernen Energie-, Chemie- und Umweltindustrie eine entscheidende Rolle. Die Herstellung von Kern-Hülle-Strukturen aus Platingruppenmetallen und Nichtedelmetallen mit hoher Effizienz und Präzision ist entscheidend, um sowohl eine hohe katalytische Aktivität als auch einen geringeren Einsatz von Edelmetallen zu erreichen.

Herkömmliche Synthesemethoden basieren in der Regel auf lang andauernden Hochtemperatur-Glühprozessen, die oft zeitaufwendig, energieintensiv und nur schwer präzise zu steuern sind. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, entwickelte das Team der Universität Tianjin gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern eine Strategie zur transienten Assemblierung im Nichtgleichgewicht. Durch periodische thermische Impulse liefert das Verfahren Energie mit einer Genauigkeit im Millisekundenbereich und bewirkt, dass sich Nanokristalle durch die kontinuierliche Entwicklung hochenergetischer transienter Konfigurationen zu Kern-Schale-Strukturen zusammenlagern. Außerdem ermöglicht es eine präzise Steuerung der Dicke der Platin-Hülle auf Atomebene.

Der Studie zufolge lässt sich mit dem neuen Ansatz ein herkömmlicher, mehrstufiger Prozess, der normalerweise mehrere Stunden dauert, auf nur wenige Minuten verkürzen. Außerdem lässt sich damit eine präzise kontrollierte Platin-Hülle aus drei Atomschichten erzeugen, was zur Optimierung geometrischer und elektronischer Effekte sowie zur Steigerung der katalytischen Aktivität beiträgt.

Die Technologie senkt den Energieverbrauch, der zur Synthese von Katalysatoren pro Masseneinheit benötigt wird, um 90 Prozent und vermeidet den Einsatz gefährlicher oder stark umweltbelastender Reagenzien.

Die nach dem neuen Verfahren hergestellten Katalysatoren erreichten in Wasserstoff-Brennstoffzellen eine Nennleistung von 15,2 Kilowatt pro Gramm Platin und zeigten zudem eine hervorragende Langlebigkeit.

Hu Wenbin, Professor an der Universität Tianjin und korrespondierender Autor der Veröffentlichung, erklärte, die Technologie biete einen neuen Ansatz für die präzise und effiziente Synthese von Edelmetallkatalysatoren mit feinen Strukturen.

Es wird erwartet, dass die Technologie breitere Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen grüner Wasserstoff, High-End-Chemieproduktion, Umweltkatalyse, Feinchemikalien und pharmazeutische Synthese eröffnen wird.

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Technische Berufe im Fokus: Sachsen kämpft um den Berufsnachwuchs

15.06.2026

In Sachsen bleiben trotz anhaltend hoher Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften mehr als 8.000 Lehrstellen unbesetzt. Besonders das Handwerk und technische Berufe stehen unter Druck, geeigneten Nachwuchs zu finden. Das sächsische Wirtschaftsministerium reagiert mit einer Offensive für Ausbildung und Qualifikation und nimmt dabei gezielt das Handwerk in den Blick.

„Eine gute Ausbildung eröffnet jungen Menschen hervorragende Perspektiven. Gerade in Zeiten von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz bleibt klar: Viele Leistungen im Handwerk lassen sich nicht einfach automatisieren“, sagte Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Künstliche Intelligenz könne weder Kabelbäume binden noch Gebäudetechnik installieren oder Industrieanlagen warten, betonte der Minister. Ziel sei es, für angehende Fachkräfte die „besten Bedingungen für Ausbildung und Aufstieg“ im Freistaat zu schaffen.

Allein im Handwerk wird in Sachsen in rund 130 Berufen ausgebildet. Der Bedarf ist groß, insbesondere in technischen und handwerklichen Bereichen. „Wer dort einsteigt, kann großartig Karriere machen“, wirbt Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks. Unternehmen im Freistaat melden seit Jahren einen wachsenden Bedarf an qualifizierten Kräften – zugleich bleibt ein erheblicher Teil der angebotenen Lehrstellen unbesetzt.

Politik und Handwerk wollen deshalb auch früher ansetzen und die Berufsorientierung an Schulen stärken. Dittrich berät dazu gemeinsam mit der Chemnitzer Fleischermeisterin und Bundestagsabgeordneten Nora Seitz (CDU) sowie Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU), wie Jugendliche stärker für eine berufliche Laufbahn im Handwerk gewonnen werden können. Wirtschaftsminister Panter will sich zudem vor Ort ein Bild von moderner Ausbildung und Aufstiegschancen machen – unter anderem im Zentrum für Aus- und Weiterbildung Leipzig und beim Handwerksunternehmen Elektro-Anlagenbau Rübner GmbH & Co. KG.