PEKING, 10. August 2026 /PRNewswire/ -- Der Internationale Kongress für Grundlagenwissenschaften 2026 (ICBS) wurde am Sonntag in Peking eröffnet und zog mehr als 1000 Teilnehmer an, darunter Wissenschaftler, Forscher und Nachwuchswissenschaftler aus China und dem Ausland.

Unter dem Motto „Grundlagenwissenschaften zum Wohle der Menschheit voranbringen" finden im Rahmen der zweiwöchigen Veranstaltung mehr als 500 wissenschaftliche Sitzungen statt, die alle Bereiche und interdisziplinären Forschungsrichtungen der Grundlagenwissenschaften sowie aktuelle Forschungsfelder wie Schlussfolgern generativer Großmodelle, Computer Vision, Mensch-Computer-Interaktion und Quanteninformation abdecken.
Führende internationale Wissenschaftler werden Vorträge zu den Grundlagenwissenschaften halten sowie Präsentationen von Preisträgern des Frontiers of Science Award geben, um die neuesten weltweiten Durchbrüche vorzustellen und die fachübergreifende Zusammenarbeit und Innovation zu fördern.
Während des Kongresses finden zudem vielfältige Veranstaltungen statt, darunter hochrangige wissenschaftliche Dialoge, Aktivitäten für junge Menschen sowie kulturelle und wissenschaftliche Austauschprogramme.
Zu den hochrangigen wissenschaftlichen Dialogen gehören die „Mathematics Night" („Mathematiknacht"), die „Physics Night" („Physiknacht") und die „Engineering Night" („Ingenieurnacht"), bei denen Träger der Fields-Medaille und des Turing Award zusammenkommen, um über aktuelle Trends in der Spitzenforschung zu diskutieren.
Das neu ins Leben gerufene „Women Scientists Forum" („Forum für Wissenschaftlerinnen") wird herausragende Forscherinnen einladen, über ihre Erfahrungen aus der beruflichen Laufbahn zu berichten und Chancen sowie Herausforderungen in der Forschung zu erörtern, um mehr Wissenschaftlerinnen dazu zu inspirieren, in der Wissenschaft neue Maßstäbe zu setzen.
Der Kongress veranstaltet zudem das „Basic Science and AI Forum" („Forum für Grundlagenwissenschaften und KI"), das vertiefte Diskussionen über zentrale Engpässe, mögliche Wege zu künftigen Durchbrüchen in der KI-Theorie sowie Branchentrends bietet.
Darüber hinaus findet im Rahmen der Veranstaltung der „Tsinghua Day" („Tsinghua-Tag") statt, zu dem weltweit führende Mathematiker sowie Physiker an die Tsinghua-Universität eingeladen werden, um mit jungen Studenten ins Gespräch zu kommen und sie dazu zu ermutigen, sich mit den Grundlagenwissenschaften zu beschäftigen und das Unbekannte zu erforschen.
Während des Kongresses findet eine „Explore Huairou"-Tour statt, bei der internationale Experten eingeladen werden, die Huairou Science City, das International Conference Resort, die Große Mauer bei Mutianyu, das Great Wall International Animation Valley und die Doctor's Farm zu besuchen.
Die Tour bietet internationalen Wissenschaftlern unmittelbare Einblicke in die Innovationskraft und das Forschungsökosystem des umfassenden nationalen Wissenschaftszentrums sowie in den ökologischen Reiz und das kulturelle Erbe Huairous.
Zudem wird gezeigt, wie Wissenschaft und Technologie die Wiederbelebung des ländlichen Raums vorantreiben, wobei Huairous Erfolge sowie seine hochwertige Entwicklung als strategische Demonstrationszone von Weltrang für die Integration von Wissenschaft und Technologie vorgestellt werden.
In diesem Jahr findet der ICBS bereits zum vierten Mal in Peking statt. Die Veranstaltung wird gemeinsam von der Stadtregierung von Peking, dem Ministerium für Wissenschaft und Technologie, der Chinesischen Vereinigung für Wissenschaft und Technologie sowie dem Internationalen Konsortium chinesischer Mathematiker ausgerichtet.
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Die Zukunft des deutsch-französischen Panzerprojekts MGCS gerät zunehmend ins Wanken. Armin Papperger, Vorstandschef des Düsseldorfer Rüstungskonzerns Rheinmetall, schließt einen Rückzug Frankreichs aus dem Vorhaben nicht mehr aus. In einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ sprach er von einem „Gefahrenszenario“, betonte allerdings, dass bislang keine endgültigen Entscheidungen gefallen seien. Die Diskussionen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem mit dem Ende des Kampfflugzeugprojekts FCAS (Scaf) bereits ein anderes zentral geplantes Vorzeigeprojekt der Verteidigungskooperation zwischen Berlin und Paris gescheitert ist.
Nach Informationen Pappergers plant Frankreich, das Budget für das „Main Ground Combat System“ (MGCS) drastisch zu kürzen. Im Gespräch ist demnach ein Ansatz von weniger als der Hälfte der ursprünglichen Planungen. Zwar unterstrich der Rheinmetall-Chef, dass es „null Entscheidungen über das finale Budget“ gebe, doch ein reduzierter Finanzrahmen hätte nach seiner Einschätzung unweigerlich die Streichung von Leistungsumfängen und weitere Verzögerungen zur Folge. „Wenn man weniger Geld zur Verfügung hat, wird man nicht schneller, und wir sind jetzt schon sehr langsam“, sagte er. Bereits jetzt liegt das Programm, das seit rund einem Jahrzehnt läuft, weit hinter den ambitionierten politischen Ankündigungen zurück.
Das MGCS-Projekt wurde auf Initiative der Regierungen Frankreichs und Deutschlands gestartet, um ein gemeinsames, plattformübergreifendes Bodenkampfsystem zu entwickeln, das ab etwa 2040 die Kampfpanzer Leopard 2 und Leclerc ersetzen soll. Beteiligt sind neben Rheinmetall der französische Technologiekonzern Thales sowie KNDS – ein Zusammenschluss des deutschen Herstellers Krauss-Maffei Wegmann und des staatlichen französischen Rüstungsunternehmens Nexter. Trotz der politischen Bedeutung des Vorhabens sind die finanziellen Mittel bislang überschaubar: Die vier Partnerunternehmen haben in rund zehn Jahren zusammen lediglich 25 Millionen Euro erhalten, was Papperger als „offensichtlich sehr wenig Geld“ bezeichnete.
Parallel zum schleppend verlaufenden MGCS treiben Rheinmetall und KNDS Deutschland auf deutscher Seite bereits eine Zwischenlösung voran. Der in der Militärfachpresse inoffiziell „Leopard 3“ genannte neue Kampfpanzer soll nach aktueller Planung Anfang der 2030er Jahre in Dienst gestellt werden und damit die Lücke überbrücken, bis ein mögliches MGCS-System verfügbar wäre. Für MGCS selbst wird die Einsatzreife derzeit erst in den 2040er Jahren erwartet – ein Zeithorizont, den Papperger als „eine Wahnsinnszeit“ bezeichnete. Vor diesem Hintergrund stellte er die grundsätzliche Realisierung des Projekts offen in Frage: „Ich kann heute nicht sagen, ob es überhaupt ein MGCS geben wird.“ Die jüngsten Budgetüberlegungen in Paris verstärken diese Unsicherheit und nähren Zweifel daran, ob Europa den angestrebten gemeinsamen Panzer der Zukunft tatsächlich auf die Spur bringen kann.