Ein Revolutionsgericht in der iranischen Hauptstadt Teheran hat den renommierten Regisseur Jafar Panahi zu einer weiteren mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Laut einem Bericht der Zeitung "Emtedad" wurde Panahi zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und einem Monat verurteilt. Diese Information stützt sich auf Angaben von Mostafa Nili, dem Anwalt des Regisseurs.
Neben der Haftstrafe verhängte das Gericht weitreichende finanzielle und persönliche Sanktionen gegen den Filmemacher. Das gesamte Vermögen von Jafar Panahi soll beschlagnahmt werden, was einen erheblichen wirtschaftlichen Verlust bedeutet. Zudem wurde eine zweijährige Ausreisesperre verhängt, die seine Bewegungsfreiheit massiv einschränkt.
Die Verurteilung erfolgt in einer Phase, in der die iranische Justiz verstärkt gegen den Cannes-Gewinner vorgeht. Panahi war trotz einer bereits anstehenden Haftstrafe in das Land zurückgekehrt, während sich die Region in einem Kriegszustand befand. Die neuen Maßnahmen markieren eine Eskalation im rechtlichen Vorgehen des Staates gegen den Künstler.
Dieses Urteil unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen der iranischen Justiz und dem Regisseur. Die Kombination aus einer langen Haftstrafe, dem Totalverlust des Vermögens und dem Ausreiseverbot stellt eine drastische Maßnahme dar. Die Entscheidung des Revolutionsgerichts in Teheran setzt damit ein deutliches Zeichen im Umgang mit dem Filmemacher.



