GV 2026: PolyPeptide bestätigt Verwaltungsrat und Vergütungen mit grosser Mehrheit

09.04.2026


Die PolyPeptide Group AG hat an ihrer fünften ordentlichen Generalversammlung in Zug sämtliche Anträge des Verwaltungsrats durchgesetzt. Wie das in Baar domizilierte Unternehmen mitteilte, stimmten die anwesenden Aktionärinnen und Aktionäre allen Traktanden mit grosser Mehrheit zu. Die Versammlung fand in der Chollerhalle in Zug statt, vertreten waren insgesamt 26'780'855 stimmberechtigte Aktien. Das entspricht 80,85% der ausgegebenen Namenaktien der an der SIX kotierten Gruppe, die als spezialisierter globaler CDMO für peptid-basierte pharmazeutische Wirkstoffe tätig ist.

Im Zentrum der Beschlüsse stand die Bestätigung der Führungsstruktur. Alle sechs zur Wiederwahl vorgeschlagenen Mitglieder des Verwaltungsrats wurden für eine weitere Amtsdauer bis zum Abschluss der Generalversammlung 2027 gewählt. Verwaltungsratspräsident Peter Wilden wurde im Amt bestätigt. Zudem wählten die Aktionärinnen und Aktionäre Philippe Weber und Peter Wilden jeweils einzeln erneut in den Vergütungs- und Nominierungsausschuss, ebenfalls mit einer Mandatsdauer bis zur nächsten ordentlichen Generalversammlung.

Die Eigentümer segneten darüber hinaus die Wiederwahl der Revisionsstelle sowie des unabhängigen Stimmrechtsvertreters ab. Ebenfalls genehmigt wurden die maximalen Gesamtbeträge der Vergütungen für den Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung. Damit erhält das Unternehmen eine klare Legitimation für seine Vergütungsstrukturen im laufenden Geschäftsjahr.

Die Aktionärinnen und Aktionäre erteilten zudem sämtlichen Mitgliedern des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung, die im Geschäftsjahr 2025 im Amt waren, Entlastung für dieses Geschäftsjahr. Mit den breiten Zustimmungsergebnissen unterstreicht die Eigentümerschaft den Rückhalt für die aktuelle Führung und Governance-Struktur des Unternehmens, während PolyPeptide seinen Kurs als spezialisierter Auftragshersteller im Bereich peptid-basierter pharmazeutischer Wirkstoffe fortsetzt.

Gutachten soll Lücke bei Finanzierung des Bahnprojekts Leipzig–Chemnitz offenlegen

14.04.2026


Ein neues Gutachten soll Bewegung in den stockenden Ausbau der Bahnstrecke Leipzig–Chemnitz bringen. Nach Angaben des sächsischen Infrastrukturministeriums wird derzeit eine Machbarkeitsuntersuchung für den Nordabschnitt zwischen Geithain und Leipzig erarbeitet. Die Deutsche Bahn hat dafür ein externes Büro beauftragt. Zu den konkreten Inhalten des Auftrags wurden bislang keine Angaben gemacht, Ziel ist jedoch mehr Klarheit über technische Optionen, Kosten und mögliche Ausbauvarianten.

Die Verbindung zwischen Leipzig und Chemnitz gilt als zentrale Achse für Pendler und die Industrieregion Südwestsachsen. Die Strecke bindet die Region an den Fernverkehr an und wird zugleich vom Güterverkehr genutzt. Historische Belastungen erschweren jedoch den heutigen Betrieb: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde einer der beiden Gleisstränge als Reparation demontiert, zudem fehlt bis heute eine Oberleitung. Seit Jahren wird daher über einen zweigleisigen Ausbau und eine Elektrifizierung diskutiert, die einen 30-Minuten-Takt im Regionalverkehr und Fernzüge bis nach Chemnitz ermöglichen sollen.

Konkreter ist bisher lediglich der südliche Abschnitt zwischen Geithain und Chemnitz. Nach jüngsten Aussagen des Infrastrukturministeriums sollen die Bauarbeiten dort 2032 beginnen und bis 2035 dauern. Die Finanzierung dieses Abschnitts ist über Mittel von Bund und Land vorgesehen. Deutlich weniger greifbar ist dagegen der Fahrplan für den Nordabschnitt bis Leipzig: Hier stehen grundlegende Planungen noch aus, weshalb es keinen belastbaren Zeitplan gibt.

Für den nördlichen Teil der Strecke sind im Rahmen des Strukturwandels in Kohleregionen knapp 500 Millionen Euro eingeplant. Nach Einschätzung der Beteiligten wird dieser Betrag für einen vollständigen Ausbau jedoch nicht ausreichen. Das laufende Gutachten soll deshalb auch die Finanzierungslücke präziser beziffern und Entscheidungsgrundlagen für weitere Mittel schaffen. Bis die Ergebnisse vorliegen und politische Beschlüsse folgen, bleibt der Ausbau der Schienenverbindung zwischen Leipzig und Chemnitz ein Langfristprojekt mit offenen finanziellen und zeitlichen Parametern.